Wandern im Südschwarzwald

29. August 2014 um 10:27 Uhr

autorin-ingrid-brecht Auf einer Gesamtlänge von 150 Kilometern und einer durchschnittlichen Breite von 50 Kilometern formiert der Schwarzwald eines der attraktivsten Wandergebiete Mitteleuropas. Der Südschwarzwald lässt Reisende zwischen beschaulichen Pfaden und anspruchsvollen Steigen wählen und wartet darüber hinaus mit günstig gelegenen Hotels auf.

Rund um den Titisee: Wandern mit Seeblick

Die Region um den Feldberg begrüßt Naturliebhaber mit einer immensen Auswahl an Routen. Der Titisee meint einen idealen Ausgangspunkt und hält den passenden Auftakt für jeden sportlichen Urlaub bereit: Die Umrundung des Gewässers.

Passiert der Weg an der einen Uferseite die Einkaufsstraße von Titisee-Neustadt, führt er am Südufer durch unberührte Natur. Rund 1 Stunde und 45 Minuten braucht es, das smaragdgrün funkelnde Juwel zu umkreisen. Dabei inhalieren die Wanderer immer wieder einen atemberaubenden Blick auf den unumstrittenen König des Schwarzwaldes, den Feldberg.

Mit seiner Höhe von 1493 Metern ist er die mit Abstand mächtigste deutsche Erhebung außerhalb der Alpen. Für den mittelschweren Rundweg Ausblicke rund um den Feldberggipfel braucht es eine gute Kondition und Trittsicherheit. Direkt vom Hotel Feldberghof aus startet die gut 3-stündige Wanderung, die das weitläufige Plateau des größtenteils bewaldeten Riesen durchstreifen lässt. Immer wieder verführen die stimmungsvollen Panoramen und hübschen Kapellen dazu eine Rast einzulegen.

Video: Der Schwarzwald – Reisebericht

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Am Belchen: Auf des Gletschers Spuren

Obwohl die Schluchten bizarr und die Berge über 1000 Meter hoch sind erwartet wohl niemand im Südschwarzwald auf Gletscher zu treffen. Während der letzten Eiszeit jedoch sah es rund um den 1414 Meter hohen Belchen ganz anders aus. Die Hinterlassenschaften der tonnenschweren Eispanzer lassen sich auf einem spannenden Themenwanderweg erkunden.

Für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen beeindruckend, meint Der Wiesengletscher eine unterhaltsame Familienwanderung, die weder über noch unterfordert. Vor mindestens 10.000 Jahren war jene Senke am Belchen mit einem Schneefeld gefüllt und Mammuts wanderten darüber hinweg. Welche Kräfte der Gletscher besaß und wie er seine Umwelt nachhaltig geformt hat, lässt sich an den Schleifspuren an den Wänden ringsum ablesen. Für diese leichte, konditionell nicht übermäßig anspruchsvolle Wanderung braucht es einen Zeitaufwand von mindestens zwei Stunden. Die fünf Kilometer lange Strecke wird immer wieder von Informationstafeln aufgelockert und überwindet dabei gut 300 Höhenmeter.

118 Kilometer herrlichste Natur: Der Schluchtensteig

Auch wer nicht alle sechs Tagesetappen dieses Fernwanderwegs absolvieren möchte, sollte doch zumindest eine Teilstrecke zurücklegen. Der Schluchtensteig macht seinem Namen alle Ehre und führt die Freizeitsportler in die unwirtliche Wutachschlucht. Von Blumberg aus starten die Reisenden zu einer 20 Kilometer langen Wanderung Richtung Schattenmühle.

Dabei steigen sie tief in das Tal der tosenden Wutach hinab und erklimmen im Anschluss üppig blühenden Blumenweiden. Reichen die Kräfte nach der Ankunft noch zu einem kleinen Abstecher, verführt die wildromantische Lotenbachklamm zu einem Besuch. Die Wände der Schwarzwälder Schluchten sind allesamt so steil, dass kaum ein Sonnenstrahl den Grund der Canyons berührt.

Durch die hohe Luftfeuchtigkeit klettern Moosmatten die Felswände empor und überall plätschert, tropft und gluckert es. Auch die Gäste des Hotels Rößle in Todtmoos fädeln vor der Unterkunft auf den Schluchtensteig ein. Die sechsstündige Wanderung endet am schmucken Dom von St. Blasien.

Reiseratgeber

Ein Wanderparadies für jeden Anspruch

Der herrlichen Pfade gibt es im Südschwarzwald viele. So viele, dass ihre Fülle eine Aufforderung dazu ist, zum Wiederholungs-Urlauber zu werden. Zu den vielen Wanderwegen gibt es viele schöne Hotels, die den Urlaub im Südschwarzwald noch schöner werden lassen. Im Hotel angekommen wartet nach einer langen Wanderung häufig der Wellnessbereich auf die Gäste. Wer die Anmut dieses Mittelgebirges für sich entdeckt hat kommt gerne wieder, um die nächste traumhaft schöne Etappe zu beschreiten!

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Titelbild: © Willequet Manuel – shutterstock.com
Textbild: © Baciu – shutterstock.com

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