Erfahrungsbericht: Mein Auslandspraktikum in Spanien
Als geborene Spanierin und angehende Wirtschafts- wissenschaftlerin mit dem Bestreben baldigst an der Börse zu arbeiten, lag die Entscheidung in Madrid ein Praktikum zu machen auf der Hand. Hier der Erfahrungsbericht über mein Auslandspraktikum in Spanien, das doch irgendwie ein Heimspiel war.
Spanisch für Fortgeschrittene und Finanzwesen für Einsteiger
Etwas nervös tipple ich von einem Fuß auf den anderen und warte darauf, endlich in die Straßenbahn einsteigen zu können, die mich zu meiner Praktikumsstelle bringt. Ich bin auf dieser Seite auf das Unternehmen IG Markets gestoßen und habe mich spontan dort beworben. Jetzt stehe ich vor der Pforte und bin furchtbar neugierig. Man begrüßt mich mit einem herzlichen Handschlag und parliert in Englisch locker drauf los. Dann liegt der Überraschungsmoment bei mir: Ich antworte wie selbstverständlich in Spanisch und kann es mir nicht verkneifen, über das ganze Gesicht zu grinsen.
Die nächsten Stunden sind wahnsinnig aufregend. Ich lerne viel und werden schon am ersten Abend in das Team „Feierabend-Bierchen“ miteinbezogen. Zurück bei meiner Gastfamilie ist man gespannt auf meinen Tagesbericht. Alle fünf stehen in der Türe und bestürmen mich mit Fragen. Silvia, die älteste Tochter des Hauses ist wie ich 22 Jahre alt und studiert ebenfalls BWL mit Themenschwerpunkt Finance. Wir fachsimpeln beim Abendessen und verabreden für das nächste Wochenende eine Tour durch das berühmtberüchtigte Madrilenische Nachtleben.
Sightseeing in der Mittagspause – ein Reisebericht

Der Königliche Palast ist das Madrider Stadtschloss und die offizielle Residenz des spanischen Königshauses.
(Quelle: Wikipedia.de)
Madrid ist eine interessante und abwechslungsreiche Stadt. Jeden Tag floate ich nun mit den knapp sieben Millionen Menschen, die in und um die spanische Kapitale leben durch die Straßen und finde an jeder Kreuzung eine neue Sehenswürdigkeit, die ich auf meine imaginäre „To-Do-Liste“ setzen muss. Gemeinsam mit meiner reizenden Gastfamilie mache ich mich daran, diese „abzuarbeiten„. Als erstes geht es zum Palacio Real, dem Königlichen Palast, der mir mit stolzgeschwellter Brust als „Spanisches Herz“ von meinem Gastvater vorgestellt wird.
Der Himmel über der Stadt ist seidig blau und lässt die gegenüberliegende Almudena-Kathedrale noch prächtiger erscheinen. Straßenmusikanten unterhalten die Besuchermassen und verdienen sich dabei eine goldene Nase. Nach zwei Stunden in den prunkvollen Gemächern brauchen wir eine Pause. Tapas und spanischer Rotwein sind für eine ebensolche hervorragend geeignet. Alejandro, Silvias jüngerer Bruder und heißblütiger Real-Fan lädt mich zu einem Heimspiel ins Bernabéu-Stadion ein – ich bin gespannt!
Fußball, „Der Grieche“ und das Nightlife
Zwei Herzen schlagen in meiner Brust, als wir keine 24 Stunden später Real Madrid und Bayern München auf dem Rasen stürmen sehen. Ich juble für die Königlichen und traue mich nur verhalten zu applaudieren, als der Championsleague-Gegner ein Tor erzielt. Mit meiner Gastmutter besuche ich an einem freien Nachmittag den Prado. Ich bin zwar eigentlich eher ein Banause, wenn es um Gemälde und andere Kunstwerke geht, aber diese Sammlung ist wirklich beeindruckend. Goya, El Greco und Tizian haben ganze Arbeit geleistet und ich wandle mit offenem Mund durch das Museum.
Video: Nightlife in Madrid
Mit einigen Studienfreunden unternehme ich am Wochenende einen Ausflug nach Toledo. Die Stadt liegt 70 Kilometer südlich von Madrid und war jahrzehntelang das zu Hause von El Greco. Die riesige Kathedrale besitzt einen bombastischen Hauptaltar und das angeblich schönste Chorgestühl der Welt. Zurück in Madrid können Silvia und ich unsere Verabredung einlösen: Wir tummeln uns auf der belebten Puerta del Sol und ziehen weiter zu den Kneipen auf der Plaza de Santa Ana, bevor wir um vier Uhr morgens leicht angesäuselt gen Heimat schwanken.
Arbeit und Vergnügen – ein Auslandspraktikum in Spanien
Neben den interessanten beruflichen Einblicken, die mir mein Praktikum beschert, darf ich auch original Madrilenische Impressionen sammeln. Das Lebensgefühl der größten Metropole Südeuropas ist so aufbrausend wie beschaulich und so geschäftig wie herzlich-familiär.
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Foto © Matej Kastelic – Shutterstock.com
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