Couchsurfing in Lettland: Mein Abenteuer in Riga
Die Letten sind ein sangesfreudiges und gastfreundliches Völkchen – und sie haben bequeme Couchen. Ich verbringe einige Tage in der Kapitale und erkunde die Sehenswürdigkeiten und das Nightlife!
Mittendrin statt außen vor: In der Downtown
Inhaltsverzeichnis
Kaspars, mein Gastgeber lebt in einer Altbauwohnung, die nur einen Steinwurf vom Dom entfernt liegt. Ich bekomme von ihm mein Zimmer samt gemütlicher Schlafstatt gezeigt und er fragt lapidar ob ich Lust auf ein Bier hätte. Klar. Wir schlendern zur überfüllten Kneipe gegenüber. Aus dem einen Gläschen wurden schlussendlich ein halbes Dutzend und wir spazieren etwas angetrunken durch die mittlerweile nächtlichen Straßen.
Gestenreich erklärt mir Kaspars die Highlights der Stadt und ich knipse mit meinem Smartphone drauflos. Erst am nächsten Tag sehe ich, dass kein einziges Gebäude aber permanent unsere Gesichter darauf zu erkennen sind. Unfreiwillige Selfies aus Riga – eine Urlaubserinnerung, die auch nicht jeder besitzt!
Roland und die Sängernation
Als ich am Morgen aufwache ist Kaspars schon weg und ich frühstücke genüsslich vor dem sonnigen Küchenfenster. Mein Reiseführer empfiehlt über den Marktplatz zu schlendern und zum Schwarzhäupterhaus zu spazieren. Gesagt getan. Dieses Mal klappt es auch mit den Fotos und ich hocke mittags in einem hübschen Straßencafé nahe der Roland-Statue.
Anschließend zieht es mich in die Neustadt hinüber und ich komme am Freiheitsdenkmal vorbei. Die Letten sind eine selbstbewusste Nation. Dieser Obelisk ist ihnen angeblich heilig. Als ich noch versuche das 19 Meter hohe Bauwerk aufs Bild zu kriegen, taucht ein Chor auf und fängt auf den Stufen stehend an, Volkslieder zu schmettern. Passanten machen spontan mit und schon schallt es durch die Straßen!
Unterwegs auf dem“ Schicksalsfluss“
Riga war dereinst eine mächtige Hansestadt. Viele nostalgische Schiffe ankern unten am alten Hafen und einige bieten an, die Metropole vom Wasser aus kennenzulernen. Ich unternehme eine hübsche Rundfahrt und erfahre, dass die Letten ihre Düna, jenen Fluss, der durch die Stadt mäandert und sich hier in die Ostsee ergießt als „Mutter“ und ihr Schicksal bezeichnen. An diesem lauen und von einem stahlblauen Himmel gesegneten Sommertag scheint es fast unvorstellbar, dass dieses gemütlich plätschernde „Mütterchen“ ab und an für verheerende Überschwemmungen sorgt.
Eine Abschiedsparty auf Lettisch
Ich fühle mich wohl in Riga. Kaspars Couch ist eine Schau, er und seine Kumpels sind total nett und die Stadt gefällt mir mit jeder Minute besser. Bei einer für mich organisierten Fete verspricht Kaspars demnächst meine Couch zu besuchen – ich bin begeistert!
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Bildquelle: © istock.com/f9photos
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admin
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